Zum vierten Mal in Folge beste Goalgetterin: Lena Zaindl erzielte 23 Saisontore

Freisinger Tagblatt vom 24.06.2025

Sie trifft und trifft und trifft: Lena Zaindl vom FCA Unterbruck ist erneut Torschützenkönigin in der Kreisliga. Mit der Titelverteidigung in der kommenden Saison könnte es aber schwierig werden.

Unterbruck – Mit ihren 23 Buden hat sich Lena Zaindl vom FCA Unterbruck zum vierten Mal in Folge die Torjägerinnenkanone in der Frauen-Kreisliga geschnappt. Und das, obwohl sie nur in zwölf der 14 Saisonpartien auf dem Platz stand. Allerdings könnte es mit der Titelverteidigung in der kommenden Runde etwas schwieriger werden. Denn nach einer Innenband- und Meniskusverletzung ist aktuell noch unklar, wann die Stürmerin wieder für den FCA auflaufen kann.

„Jeder weiß, wie wichtig mir Fußball ist“

„Ich mache mir diesbezüglich keinen Druck. Vielmehr hoffe ich, stärker zurückkehren und dieses Jahr noch Spiele absolvieren zu können“, erklärt die 24-jährige Zaindl, die Mitte Mai in der Heimpartie gegen die SF Steinsdorf unglücklich hängen geblieben war und daraufhin in den abschließenden beiden Ligaduellen fehlte. Nun ist die Kapitänin erst mal zum Zuschauen verdammt – was ihr durchaus schwerfalle: „Jeder weiß, wie wichtig mir Fußball ist. Es ist in den letzten Jahren so gut wie nie vorgekommen, dass ich mal ein Spiel verpasst habe.“ Trotzdem versuche sie, ihre Truppe in der Zwischenzeit auch abseits des Rasens zu unterstützen. Und deshalb wolle sie weiterhin bei den Trainingseinheiten, Spielen und Teamsitzungen präsent sein. Zumal ihre Mannschaft in dieser schwierigen Phase extrem hinter ihr stehe.

Die logische Konsequenz ist jedoch, dass der Fokus in der nächsten Punkterunde nicht auf dem Torschützinnen-Titel liegen wird. Doch wer soll dann in Zaindls Fußstapfen treten? „Natürlich hoffe ich, dass es jemand aus Unterbruck ist. Ich würde es Suzana Stankovic ja schon seit Jahren gönnen. Allgemein ist die Konkurrenz allerdings groß“, betont die Offensivakteurin, die in der Saison 2024/25 nur einen Treffer mehr als Gina Peter vom SV Geroldshausen erzielt hatte. Ein Muss sei der Titelgewinn derweil nicht gewesen. „Am Ende ist es aber jedes Mal ein schönes Gefühl, wenn man ganz oben steht. Die Mannschaft fiebert da immer richtig mit.“

Mit der Rückrunde ist man in Unterbruck nicht zufrieden

Noch heute erinnert sie sich gerne an das Hinrundenspiel in Geroldshausen und damit das Duell mit ihrer ärgsten Kontrahentin, bei dem ihr das wohl wichtigste Tor der Saison gelungen war. Damals versenkte Zaindl das Leder in der 86. Minute zum 2:1-Sieg. „Da sind alle Dämme gebrochen, das hat uns als Mannschaft richtig gepusht“, blickt die Unterbruckerin zurück. So sei dem FCA-Team im Anschluss eine grandiose Hinserie geglückt, wobei die 24-Jährige gleich 15 Mal einnetzte. Und anders als in den vergangenen Spielzeiten, in denen die Ampertalerinnen ihre Topstürmerin häufig mit weiten Bällen in Szene setzten, profitierte sie zuletzt sogar vermehrt von schönen Kombinationen.

„Wir haben dann aber einen unfassbar schlechten Rückrundenstart hingelegt“, erläutert Zaindl. Die Folge: Rang drei in der Abschlusstabelle. Eine Platzierung, die ihrer Ansicht nach nicht das Potenzial ihres Teams widerspiegle. Insgeheim träume sie nämlich vom Aufstieg in die Bezirksliga. „Und ich weiß, dass die Mädels das auch ohne mich schaffen können. Jetzt müssen halt andere die Tore schießen.“